MARIOW

Maritime AI-Guided & Remote Operated Welding

Der MARIOW Roboter bei der autonomen Schweißung einer Kehlnaht (Überlappstoß) im Schwarzen Testbecken. (Foto: MARIOW Team, DFKI)
Der MARIOW Roboter bei der autonomen Schweißung einer Kehlnaht (Überlappstoß) im Schwarzen Testbecken. (Foto: MARIOW Team, DFKI)
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Im Vorhaben MARIOW wurde ein Roboter für teilautonome Schweißarbeiten unter Wasser entwickelt. MARIOW präsentiert damit eine Lösung für den steigenden Wartungsbedarf maroder maritimer Infrastruktur. Der Schweißroboter nutzt ein Stereokamerasystem und Künstliche Intelligenz, um Schweißnähte selbstständig zu erkennen und Schweißarbeiten zu planen. Durchgeführt werden die Arbeiten von einem präzisen modularen Roboterarm. So sollen Taucher entlastet und die Instandhaltung sicherer, kostengünstiger und nachhaltiger gestaltet werden.

Laufzeit: 01.10.2022 bis 30.09.2025
Zuwendungsempfänger: Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH
Fördergeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE)
Förderkennzeichen: 03SX576G
Partner:

AMT GmbH
Unterwasserkrause – Mutzeck GmbH
TH Köln Institut für Material und Prozesstechnik
TH Köln Labor für Autonome Systeme
Frauenhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung

Anwendungsfelder: Unterwasserrobotik
Verwandte Robotersysteme: SherpaUW

Projektdetails

Schweißbrenner und Stereokameras am Roboter-Endeffektor bei Versuchsvorbereitungen in der Maritimen Explorationshalle des DFKI Bremen. (Foto: Christian Koch, DFKI)
Roboter und Schweißnaht, hier eine Auftragsnaht in Wannenlage, nach einem Versuch. Versuchsaufbau im Schwarzen Becken. (Foto: Dirk Rößeler, AMT GmbH)
Der Crawler SherpaUW ist als mögliches Trägersystem für den Schweißroboter für bodennahe Anwendungen (Foto: Thomas Frank, DFKI)

Die maritime Infrastruktur ist von zentraler Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Ob Hafenanlagen oder Offshore-Windparks – ohne eine moderne Infrastruktur könnte Deutschland weder seine energiepolitischen Ziele erreichen noch seine Stellung als führende Handelsnation behaupten. Allerdings steht die maritime Wirtschaft vor einem erheblichen Wartungsbedarf, der innovative Lösungen erfordert. Am Beispiel maroder Spundwände wurde im Projekt MARIOW eine solche Lösung auf Basis autonomer Robotik erarbeitet.

Für viele Arbeiten ist der Einsatz von Tauchrobotern heute industrieller Standard, um Kosten zu senken und die Arbeitstiefe zu erhöhen. Schweißarbeiten stellen hier eine Ausnahme dar, da es weltweit kein Robotersystem mit dieser Fähigkeit gibt. Insofern ist trotz des Fachkräftemangels der Einsatz von erfahrenen und gut ausgebildeten Tauchern erforderlich und die Instandhaltung metallischer Strukturen ist mit hohen Kosten und gesundheitlichen Belastungen verbunden.

Im Vorhaben MARIOW wurde ein Unterwasserroboter entwickelt, der mittels eines innovativen Fülldrahtschweißverfahrens Schweißarbeiten teilautonom durchführen kann. Ausgestattet mit künstlicher Intelligenz und einem Stereokamerasystem kann der Roboter die Schweißnaht selbstständig erkennen und den Schweißvorgang planen.

Durchgeführt wird der Schweißvorgang von einem am DFKI entwickelten modularen Roboterarm.  Durch ein Baukastensystem mit modularen Gelenken kann der Arm an diverse Anwendungen angepasst werden, z. B. für erweiterte Bewegungsmöglichkeiten oder eine kompaktere Bauweise. Die präzise Steuerung des Roboterarms entlang der Schweißnaht erfolgt auf zwei Ebenen: 1) eine dezentrale Regelung der Gelenke sowie 2) die koordinierte Bewegungsplanung und Kollisionsvermeidung für das Gesamtsystem.

Der Einsatz des Schweißroboters kann flexibel gestaltet werden: entweder montiert auf einem geeigneten Trägersystem (z. B. dem Crawler SherpaUW) oder über ein Führungs- und Absenksystem, etwa an einer Spundwand. Die Technologie, die in MARIOW entwickelt und demonstriert wurde, soll Taucher bei repetitiven und langwierigen Aufgaben entlasten und damit einen wichtigen Beitrag für eine effiziente Instandhaltung kritischer Infrastruktur leisten.

Videos

MARIOW: KI-gestützter Unterwasser-Schweißroboter für die maritime Wartung

Video-Vorschaubild
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Im Rahmen des MARIOW-Projekts wurde ein innovativer Unterwasser-Schweißroboter entwickelt, der halbautonome Schweißarbeiten an maritimen Infrastrukturen durchführen kann. Der Roboter verfügt über einen am DFKI entwickelten Roboterarm. Er kann in Tiefen von bis zu 6.000 Metern eingesetzt werden, bietet sechs Freiheitsgrade und hat eine Reichweite von zwei Metern. Das Video zeigt die letzte Phase des Projekts am DFKI in Bremen, einschließlich Unterwassertests des Roboters, Demonstration des Fülldraht-Lichtbogenschweißverfahrens und KI-basierter Nahtdetektion. 

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zuletzt geändert am 29.01.2026