DaBrEM

Dalian - Bremen Elektro-Mobilität

Modifizierte MIA-Fahrzeuge fahren autonom als RoadTrain im urbanen Raum. (Foto: DFKI GmbH)
Modifizierte MIA-Fahrzeuge fahren autonom als RoadTrain im urbanen Raum. (Foto: DFKI GmbH)
Wissenschaftliche/r Leiter/in:
 
Projektleiter/in:
 
Ansprechpartner/in:

Das Projekt DaBrEM untersucht in Zusammenarbeit mit Bremens chinesischer Partnerstadt Dalian die Elektromobilität in Bezug auf Datenlogging und Auswertung mit Hilfe neuartiger Konzeptfahrzeuge. Ziel ist, nicht nur die tatsächliche Verwendung von Elektrofahrzeugen heute im alltäglichen Leben zu evaluieren, sondern auch Schlussfolgerungen für die Zukunft zu ziehen. In Bremen kooperiert das DFKI im Rahmen des Projekts zusätzlich mit dem Fraunhofer IFAM. Forscher des DFKI sind für die Erweiterung der Systeme zum Datenmonitoring zuständig, werten die Daten aus und bauen vier Konzeptfahrzeuge mit autonomen Fähigkeiten auf. Das Fraunhofer IFAM wird außerdem Arbeiten zur Klassifizierung, Zertifizierung und Zulassung von verschiedenen Technologien im Bereich Elektromobilität durchführen. Das Projekt DaBrEM wird durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) gefördert (Kennziffer: 03EM0404A) und von der Regionalen Projektleitstelle der Modellregion Elektromobilität Bremen/Oldenburg koordiniert. Zum Hintergrund: 2009 hatte der Bund den Förderschwerpunkt „Förderprogramm Modellregionen Elektromobilität“ geschaffen und das BMVBS mit der Umsetzung des Programms betraut.

Laufzeit: 01.07.2013 bis 31.12.2015
Zuwendungsempfänger: DFKI GmbH
Fördergeber: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
NOW GmbH
Förderkennzeichen: Zuwendung aus dem Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“, Einzelplan 60, Kapitel 6092, Titel 68304, Haushaltsjahr 2012, Kennziffer: 03EM0404A
Partner: Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM
Team: Team I - Systemdesign
Anwendungsfelder: Elektromobilität
Verwandte Robotersysteme: EO smart connecting car
EO smart connecting car im Teilprojekt ITEM weiterentwickelt

Projektdetails

Konzept: Fahrzeuge fahren autonom in Kolonne mit virtueller Deichsel (Foto: Annemarie Popp, DFKI GmbH)
Visualisierte LIDAR Sensorwerte in Kolonne mit virtueller Deichsel (Grafik: Anna Born, DFKI GmbH)
Universelle Kupplungsschnittelle entwickelt für Kraft, Energie und Signalübertragung zwischen zwei kombinierbare Objekte im Bereich Robotik oder Elektromobilität. (Oben: entkoppelt, unten: gekoppelt) (Foto: Mehmed Yüksel, DFKI GmbH)

Der DFKI-Forschungsbereich Robotics Innovation Center am Standort Bremen befasst sich seit 2009 innerhalb der „Modellregion Elektromobilität Bremen/Oldenburg“ intensiv mit der Erprobung, Demonstration sowie Entwicklung und Erforschung von unterschiedlichen Technologien im Bereich der Elektromobilität. Die Forschung umfasst die intensive Datenerhebung und Analyse von Fahrzeugdaten und von Nutzerverhalten, die Entwicklung und Evaluation verschiedener Elektro-Fahrzeugkonzepte und -technologien sowie umfangreiche Flottenversuche. Weitere Arbeiten erfolgen auf dem Gebiet der Ladung und zur Entwicklung von Nutzerschnittstellen (intelligente Services).

Das Projekt DaBrEM befasst sich daher mit drei Kernthemen, welche teilweise den direkten Austausch mit chinesischen Projektpartnern in Dalian beinhalten. In beiden Partnerstädten sind Versuchsgebiete für Flottenversuche vorgesehen. In diesem Rahmen wird es möglich sein, sowohl für den herkömmlichen Elektrofahrzeuge als auch Konzeptfahrzeuge in speziell dafür vorgesehenen Bereichen (sogenannten „Gated Areas“) zu testen. Die Daten fließen kontinuierlich in die Auswertung ein.

Das geschieht an beiden Orten so: Die Flottenversuche werden detailliert durch Datenakquise-Systeme in Form von speziellen Datenloggern für die Elektromobilität und Serverinfrastruktur verfolgt und anschließend ausgewertet, um Rückschlüsse auf Nutzerverhalten und die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen ziehen zu können. Gleichzeitig kommt es zu einem Datenaustausch und direkter gemeinsamer Planung zur Standardisierung der Datenakquise-Systeme in Bezug auf Datenformate und Infrastruktur. Aus den gewonnenen Informationen werden anschließend Konzepte für Simulationen und Modelle abgeleitet, die die Einschätzung zukünftig zu erwartender Fahrzeugnutzungen erleichtern sollen.

Für die sogenannten „Gated Areas“ werden vier innovative Versuchsfahrzeuge umgerüstet und zum Einsatz gebracht. Ziel ist die Integration autonomer Funktionen in bereits heute für den herkömmlichen
Elektrofahrzeuge, um sie perspektivisch beispielsweise im Car-Sharing-Modell effizienter auf der Straße einsetzen zu können. Das heißt: Die Fahrzeuge werden mit einer ausgefeilten Sensorik, Aktorik und
Steuerungslogik ausgestattet, deren Zusammenspiel eine aktive Bahnführung mit Pfadplanung für mehr als ein Fahrzeug erlaubt. Auf diese Weise können mehrere Fahrzeuge automatisch im Verband hintereinander fahren. Um sie zu steuern, ist allein ein Fahrer nötig, der einzelne Fahrzeuge unterwegs nach Bedarf „abkoppeln“ kann. Car-Sharing-Autos könnten so effizienter und bedarfsgerechter in einem Gebiet verteilt und eingesetzt werden. Die Erfahrungen aus den Flottenversuchen sollen später in ein gemeinsames Konzept für ein Fahrzeug einfließen. Dieses Konzept soll die Grundlage für weitere Folgearbeiten zwischen Bremen und Dalian bilden.

Eine weitere Aufgabe im Projekt DaBrEM stellt die umfangreiche Technologieprüfung dar. Dabei geht es um die Charakterisierung und Zulassung von unterschiedlichen Elektro-Fahrzeugkomponenten (u. a. Motoren, Leistungstreiber). Ziel dieser Arbeiten ist die Entwicklung von Prüfmethoden für die Zulassung solcher Komponenten.

Videos

DaBrEM – Dalian-Bremen Electric Mobility

MIA Fahrzeuge fahren autonom in Kolone mit einer virtuellen Deichsel.

DaBrEM: EO smart connecting car 2

Autonomes Parken

Universal Docking Interface

Universelle Kupplungsschnittelle entwickelt für Kraft, Energie und Signalübertragung zwischen zwei kombinierbare Objekte im Bereich Robotik oder Elektromobilität.

Zurück zur Projektliste
© DFKI GmbH
zuletzt geändert am 15.11.2016
nach oben