Künstliche Intelligenz -- Was Maschinen (derzeit) können und was nicht
Joachim Hertzberg
In epd-Dokumentation, Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP), volume 2018, number 12, pages 10-18, Mar/2018.

Abstract :

Künstliche Intelligenz (KI), eigentlich Artificial Intelligence, ist ein Teilgebiet der Informatik, das es seit den 1950er Jahren unter diesem Namen gibt und in dem seitdem intensiv und mit einigem Erfolg geforscht und entwickelt wird. Grundlegende Ideen zur KI lassen sich bis in die Antike, ins automatenverliebte 18. Jahrhundert und zu Leibniz zurückverfolgen. In letzter Zeit haben sich neben dem stetigen wissenschaftlichen Fortschritt im Gebiet KI selbst zwei Dinge im Umfeld getan, die das Thema ins Rampenlicht geschoben haben: Computerprozessoren sind derart leistungsfähiger geworden, dass heute Berechnungen von einer Komplexität möglich sind, die vor zehn oder gar zwanzig Jahren noch undenkbar waren; und Massendaten in vielen Feldern des Alltagslebens wie auch aus unterschiedlichen Forschungsfeldern sind verfügbar geworden (teils nur für sehr große Internet-Firmen, teils öffentlich). Im Zusammenspiel dieser drei Faktoren zeigen KI-Algorithmen und ‑Systeme eine Leistungsfähigkeit, die jetzt auch für die Öffentlichkeit plausibel macht, dass die 60 Jahre alte Forschungsagenda der KI zu etwas führt. Und die Öffentlichkeit ist offenbar bereit dafür, sich begeistern zu lassen – oder sich zu gruseln oder zu sorgen, je nachdem. Der Beitrag erklärt aus Sicht eines Informatikers, was KI ist. Er geht dann auf die Wahrnehmung der KI in der populären Diskussion ein, sowie auf die Frage, was an dieser Wahrnehmung etwas mit dem Fortschritt der Wissenschaftsdisziplin KI und was mit dem Selbst- und Menschenbild der Wahrnehmenden zu tun hat.



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last updated 06.09.2016
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