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Robocademy zu Gast im hohen Norden: Workshop zu den Grundlagen des maschinellen Lernens und Exkursion nach Bremerhaven

Vom 6. bis 8. Mai lud das Robotics Innovation Center (RIC) des DFKI die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler des Robocademy Training Networks zu einem fachlichen Workshop zum Thema maschinelles Lernen für autonome Roboter nach Bremen ein.

Die Robocademy-Teilnehmenden und der Crawler TRAMPER am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven (DFKI GmbH, Photo: Tom Runge)

Während des Workshops (DFKI GmbH, Photo: Tom Runge)

Den Auftakt der Veranstaltung bildete ein gemeinsamer Ausflug nach Bremerhaven zum Alfred-Wegener-Institut (AWI), einem der Robocademy-Verbundpartner. Dort wurden die Workshop-Teilnehmenden von AWI-Wissenschaftler Dr. Johannes Lemburg begrüßt und durch die Konstruktionslabore des Instituts geführt. Anschließend hielt er einen Vortrag über die Herausforderungen der Tiefseewissenschaften und erläuterte anhand vieler praktischer Beispiele u.a. die besonderen Anforderungen, die Materialien im Tiefseebereich erfüllen müssen. Außerdem präsentierte er den am AWI entwickelten Crawler TRAMPER, einen Tiefseeroboter, der künftig fernab von Schiff und Mensch völlig autonom Sauerstoffmessungen am Meeresboden vornehmen soll.

Ein weiterer Programmpunkt der Bremerhaven-Exkursion war ein Besuch im Technikmuseum Wilhelm Bauer. Das innerhalb eines stillgelegten U-Bootes befindliche Museum ermöglichte der Robocademy-Gruppe einen spannenden Blick in die Vergangenheit der bemannten Tiefseefahrt.

Am darauffolgenden Tag startete der eigentliche Workshop in den Räumlichkeiten des DFKI in Bremen. Dabei lag der Schwerpunkt zunächst auf den Methoden des auf künstlicher Intelligenz-basierten maschinellen Lernens. Eine Mischung aus Vorträgen und Übungen, die jeweils von DFKI-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Postdoktoranden der Universität Bremen gehalten bzw. moderiert wurden, sorgte für ein abwechslungsreiches Programm – unter anderem lernten die Workshop-Teilnehmenden, die am RIC entwickelte Software pySPACE kennen, welche die Verarbeitung sehr großer Datenmengen, wie sie im Bereich des maschinellen Lernens entstehen, ermöglicht. Den Abschluss des Tages bildete ein Kolloquium, das Prof. David Lane von der Heriot-Watts University Edinburgh im Rahmen eines weiteren Robocademy-Kurses abhielt, und in dem die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler die Gelegenheit bekamen, den Fortschritt ihrer Forschungsarbeiten zu präsentieren.

Am zweiten Workshop-Tag standen die Vor- und Nachteile der am Vortag behandelten Methoden speziell für den autonomen Betrieb von mobilen Unterwasser-Robotern im Fokus. Die Teilnehmenden diskutierten den gegenwärtigen Stand der Entwicklungen sowie die Methoden und Lösungen, die für die Robotik im Allgemeinen und für die Unterwasser-Robotik im Besonderen relevant sind.

Beim gemeinsamen Mittagessen und einem abschließenden Ausflug ins Bremer Nachtleben hatten die Beteiligten zudem genügend Raum sich auch über das Fachliche hinaus  miteinander auszutauschen und kennenzulernen.

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zuletzt geändert am 23.08.2019
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