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EU-Förderung für Robotik in der Inspektion & Wartung – Kleine & mittelgroße Unternehmen für KI-Projekte gesucht!

Wo Risiken für Menschen bestehen, Genauigkeit gefragt ist und schnell gehandelt werden muss, können Roboter ihr Potential beweisen. Zwar wird die Robotik für Inspektion und Wartung intensiv erforscht, doch mangelt es an industrieller Anwendung – noch. Als Teil des EU-geförderten Projekts RIMA sucht das DFKI nach kleinen und mittleren Unternehmen, die am Einsatz von Robotik zur Instandhaltung ihrer Anlagen interessiert sind. Insgesamt stehen 8,1 Millionen Euro an Fördergeldern für Robotik-Projekte zur Verfügung. Neben der Projektförderung bietet das DFKI Robotics Innovation Center in Bremen auch Training, Verwaltungsservices und die Nutzung seiner einmaligen Testanlagen an.

Quelle: DFKI GmbH, Foto: Felix Bernhard

Am Mittwoch, den 18.11.2020, veranstaltet das DFKI einen digitalen Informationstag, um über RIMA, die Fördermöglichkeiten und das Angebot des Netzwerks zu informieren. Von 13 bis 15 Uhr sind Vertreterinnen und Vertreter von kleinen, mittleren und mittelgroßen Unternehmen mit Anwendungspotential für Robotik eingeladen, etwas über die vielen Möglichkeiten der Technologien zu erfahren und Fragen zu stellen. Dr. Daniel Kühn vom Robotics Innovation Center wird hierzu in das Projekt RIMA einführen und anschließend für Rückfragen und Austausch bereitstehen.

Der RIMA Informationstag findet ausschließlich digital in Microsoft Teams statt. Zur Teilnahme wird darum gebeten, eine E-Mail mit dem Betreff „RIMA Informationstag“ an rima-infotag@dfki.de zu schicken. Die übermittelten Personendaten werden DSGVO-konform behandelt und die Teilnahme in einer Antwort-E-Mail bestätigt. Zur Erinnerung wurde ebenfalls eine Veranstaltung auf LinkedIn eingerichtet.

Hintergrund zum RIMA-Netzwerk

Im Transport, in der Energieversorgung, im Bauwesen: Fast alle Bereiche der Industrie verfügen über einen Bedarf zur Instandhaltung von Strukturen, der einen signifikanten Teil des Geschäfts ausmacht – und viel Geld kostet. Das Warten von Anlagen ist in vielen Fällen nicht nur mit hohen Kosten, sondern auch personellem Aufwand und Risiken für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbunden. Entsprechend sind die Aufgabenbereiche Inspektion und Wartung wie geschaffen für den Einsatz von moderner Robotik.

In der Forschung ist das Potential von Robotern zur Instandhaltung in der Industrie bekannt: Die Entwicklung von robotischen Anwendungen für Inspektion und Wartung wird intensiv gefördert, rund die Hälfte der Gelder entstammt dabei Mitteln der Europäischen Union. Allerdings verliert sich dieses Potential beim Transfer von der Forschung in die Wirtschaft und nur wenige wissenschaftliche Ergebnisse kommen tatsächlich zum industriellen Einsatz. Aus diesem Grund hat die Europäische Union das Projekt „Robotics for Inspection and Maintenance“ (RIMA) ins Leben gerufen, um durch sogenannte Digital Innovation Hubs (DIH) mehr Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Anwendern zu schaffen.

Über vier Jahre hinweg finanziert die EU insgesamt 13 Hubs, in denen Forschung und Industrie aufeinandertreffen, um sich über Erfahrungen und Ideen auszutauschen und konkrete Robotik-Projekte umzusetzen. Eines der DIH organisiert das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen, wo sowohl dank der örtlichen Industrie als auch des Robotics Innovation Centers beste Voraussetzungen bestehen. Im Rahmen des RIMA-Netzwerks such das DFKI nach insgesamt 50 Projekten, in denen kleinere, mittlere und mittelgroße Unternehmen den Einsatz von Robotik zur Inspektion und Wartung ihrer Anlagen erproben.

Die Förderung im Rahmen des RIMA-Netzwerks hat zahlreiche Vorteile: Für Technologieproduzenten bietet sich die Chance, neue Technologien an schneller und effektiver an den Markt zu bringen. Dienstleistungsunternehmen haben wiederum die Möglichkeit, neue Produkte und Services zu entwickeln oder ihr vorhandenes Angebot auszubauen, während Systemintegrierer ihre Anwendungsfelder erweitern können. In der ersten Förderungsrunde im Herbst 2019 wurden bereits 19 Projekte erfolgreich ins Leben gerufen, nun sollen 31 weitere hinzukommen, die mit einer Fördersumme von bis zu 150.000 Euro über einen Zeitraum von maximal neun Monaten Robotik-Anwendungen demonstrieren oder skizzieren.

Das DFKI und die Partner des RIMA-Konsortiums bieten dabei ihre Unterstützung nicht nur durch das Bereitstellen der Fördergelder, sondern auch in Form von Netzwerkarbeit zwischen Forschungseinrichtungen, Technologieunternehmen, Serviceanbietern, Nutzern und Investoren an. Hierzu zählen ein Training im Bereich der Robotik für Inspektion und Wartung, Hilfe bei organisatorischen, finanziellen, ethischen und rechtlichen Fragestellungen, das Bereitstellen von Laboren und Werkstätten wie auch ein Mentoring der Projekte.

DFKI-Kontakt
Tom Runge
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)
Robotics Innovation Center
E-Mail: rima@dfki.de
Tel.: 0421 17845 6635

Pressekontakt
Team Unternehmenskommunikation Bremen
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)
E-Mail: uk-hb@dfki.de
Tel.: 0421 17845 4051

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zuletzt geändert am 23.11.2020
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