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Erste Elektroautos an private Nutzer übergeben

Erste private Nutzer freuen sich über ihr „eigenes“ Elektromobil im Rahmen des Pilotprojekts „e-car4all“ in der Modellregion Elektromobilität Bremen/Oldenburg. Von links: Klaus Schinke, Paul Ackermann, Babett Oettken. © Modellregion Elektromobilität Bremen/Oldenburg Bild (Bild im Kontext zur Pressemitteilung frei)

Presseinformation

Die Batterie ist geladen, der Zündschlüssel steckt: Die ersten sieben Elektroautos wurden an private Nutzer im Rahmen des Pilotprojekts „e-car4all“ in der Modellregion Elektromobilität Bremen/Oldenburg übergeben

Bremen, 29. Oktober 2010. Die Neugier ist groß, die Erwartung hoch. Elektromobilität wird in Zukunft eine bedeutende Rolle spielen und viele fragen sich, wie sich so ein Fahrzeug in der Praxis bewähren wird. Jetzt dürfen die ersten privaten Nutzer, die sich in dem Pilotprojekt „e-car4all“ der Modellregion Elektromobilität Bremen/Oldenburg beworben haben, gespannt sein: für 8 Monate dürfen sie ein Fahrzeug ausprobieren, den Komfort, dieses selbst zu Hause an der Steckdose laden zu können, genießen und die ein oder anderen interessierten und neugierigen Blicke mit Sicherheit auf sich ziehen. Es handelt sich bei den Testfahrzeugen um Fabrikate des norwegischen Elektromobil-Herstellers Think, einem Zweisitzer mit einer Reichweite von ca. 150 km und einer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h.

Das e-Carsharing erlaubt mehreren Fahrzeugnutzern den einfachen Zugang zu Elektrofahrzeugen
In dem neuartigen e-Carsharing-Modell wird Privatpersonen die Möglichkeit gegeben, Elektromobilität zu „erfahren“ und natürlich zu teilen. Um den privaten Nutzern einfachen Zugang zu den Elektrofahrzeugen für tägliche Fahrten zu ermöglichen, werden sie in Wohngebieten verteilt und dezentral von ausgewählten Betreuern elektrisch geladen und mindestens fünf weiteren Nutzern zur Verfügung gestellt“ erklärt Prof. Matthias Busse, Institutsleiter vom Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, das Projekt.

In den nächsten Monaten kümmert sich Klaus Schinke um ein Fahrzeug. Er ist Elektroingenieur und unterrichtet an der gymnasialen Oberstufe am SZ Walle. „Als Nutzer habe ich meine Kollegen gewinnen können. Das Auto wird damit in vielen Stadtteilen in Bremen unterwegs sein“ erklärt uns der Lehrer. „Insbesondere freut es mich, dass auch meine Schüler einige interessante Stunden erleben können“ fügt Schinke lächelnd hinzu. Babett Oetken ist Mutter von drei Kindern und arbeitet in Bremen-Nord. Als neue Möglichkeit der Bewegung sieht sie die Elektromobilität als konsequente Fortsetzung ihrer Lebensführung. „Ich möchte meinen Kindern ein Vorbild sein und hoffe, dass die „Funken“ meiner Begeisterung ihre Neugierde entzündet“ sagt Oetken. Ihre Mitbenutzer hat sie von dem Forschungsprojekt jedenfalls schon überzeugt. Auch Paul Ackermann ist einer der ersten Betreuer. Er ist noch Schüler und damit der jüngste Teilnehmer. „Mein erster Pkw ist ein Elektroauto. Meine Freunde sind schon sehr gespannt auf den sportlichen Flitzer“ erzählt der junge Mann stolz. Er kann sich noch kein eigenes Fahr‐zeug leisten. Das Projekt „e-car4all“ kommt da wie gerufen: „Auch mit meinem Taschengeld bin ich flexibel mobil“ schwärmt Ackermann.

Die wissenschaftliche Auswertung des Projektes erfolgt dann durch das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH. Die Forschungsergebnisse fließen ein in die Weiterentwicklung und Optimierung der nächsten Generationen von Elektrofahrzeugen sowie zur Konzeptionierung neuartiger Verkehrs- und Nutzungskonzepte.

Hintergrund zur Modellregion Elektromobilität Bremen/Oldenburg
Die insgesamt acht Modellregionen Elektromobilität sind ein mit 115 Millionen Euro aus dem Zweiten Konjunkturpaket ausgestattetes Förderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Begleitet und koordiniert werden die Aktivitäten auf bundesdeutscher Ebene von der NOW GmbH (Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie) in Berlin. Ziel der Modellregionen ist es, das Thema Elektromobilität in Deutschland weiter voranzutreiben und zu etablieren.

Pressekontakt zur Modellregion Elektromobilität Bremen/Oldenburg
Fraunhofer‐Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung  IFAM
Martina Ohle
Wiener Straße 12, 28359 Bremen, Germany
Telefon + 49 421 5665 - 404, Fax - 499, martina.ohle@ifam.fraunhofer.de

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH,
Robotics Innovation Center
robotik@dfki.de

Mehr Informationen unter www.personal-mobility-center.de

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zuletzt geändert am 23.08.2019
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