Werkstätten und Fertigungsanlagen

Für den Bau unserer Robotersysteme stellen wir in unseren Werkstätten und Fertigungsanlagen viele Einzelteile selber her. Hier finden Sie Informationen zu unserer:

und außerdem im Speziellen:

Elektronik-Werkstatt

Ansprechpartner: Christian Schoo

Um den besonderen Anforderungen im Bereich der Robotik gerecht zu werden, wird die Elektronik entsprechend der Einsatzbedingungen im Haus entwickelt, aufgebaut und integriert. Das Elektroniklabor ist mit Geräten zur Verarbeitung von SMD-Bauteilen ausgestattet, welche eine hohe Miniaturisierung ermöglichen. Zur Ausstattung gehören ein Schablonendrucker zum Auftrag der Lotpaste, ein SMD Bestückungsplatz mit Microplacer zur Verarbeitung nahezu aller gängigen Bauteile, ein Reflow-Lötofen, sowie mehrere Lötarbeitsplätze und Mikroskope. Hier werden die elektronischen Baugruppen montiert, getestet und in die robotischen Systeme integriert. Zusätzlich stehen diverse Messgeräte für Abgleicharbeiten und Reparaturzwecke zur Verfügung.

Bilder

Integration der Elektronik in einen Roboter
Integration der Elektronik in einen Roboter
Blick auf die Arbeitsplätze mit einem Roboter im Vordergrund
Blick auf die Arbeitsplätze mit einem Roboter im Vordergrund
Mikroskop-Arbeitsplatz
Mikroskop-Arbeitsplatz
ESD-geschützter Arbeitsplatz zum Test und Abgleich elektronischer Baugruppen.
ESD-geschützter Arbeitsplatz zum Test und Abgleich elektronischer Baugruppen.
Lötarbeitsplatz
Lötarbeitsplatz
Einblick in die Elektronik eines Roboters
Einblick in die Elektronik eines Roboters

Mechanik Werkstatt

Ansprechpartner: Karlis Vigulis

Für ein Forschungszentrum, welches Roboter und Robotersysteme entwickelt und baut, ist eine Mechanik-Werkstatt unumgänglich. Hier werden überwiegend in ggf. geringen Stückzahlen Prototypen und Teile von Prototypen gefertigt, ebenso industrielle Produkte an zu entwickelnden Systemen geändert bzw. angepasst und montiert.

Spezialteile, wie zum Beispiel komplexe Konstruktionen aus einem Stück und Kleinteile in Serienanfertigung, die den Rahmen der Machbarkeit unserer Werkstatt überschreiten, werden zur Herstellung an kompetente Industriepartner rausgegeben.

In unserer Mechanik-Werkstatt stehen uns unter anderem Geräte, wie eine CNC-Fräse (ISEL), eine konventionelle Fräsmaschine (Wabeco F 1210 E high speed), eine Drehbank (EMCO Maximat) und eine solide Ausstattung an Geräten (Bohrmaschinen, Bandsägen, diverses Werkzeug, ...) zur Fertigung präziser Teile und Komponenten zur Verfügung.

Zur zeitnahen Umsetzung der Arbeiten dienen ein ausgedehntes Lager mit Normteilen und Halbzeugen, wie POM, ALU, Messing und anderen Materialien. Selbstverständlich auch das - entsprechend zur Umsetzung - notwendige fähige Personal mit Ausbildung, umfangreichem Wissen und Kenntnissen in diesem Bereich.

Auf den folgenden Fotos können Sie die Vielfältigkeit der gefertigten Teile und Aufgaben unserer Forscher sehen.

Bilder

Einzelanfertigung von Gurtführungen, zuschneiden, fräsen, bohren, biegen, lackieren
Einzelanfertigung von Gurtführungen, zuschneiden, fräsen, bohren, biegen, lackieren (Projekt: Capio)
Die Drehbank für Klein- und Großteilfertigung von und für Prototypen, z.B. Dinstanzringe
Die Drehbank für Klein- und Großteilfertigung von und für Prototypen, z.B. Dinstanzringe (Projekt: SpaceClimber)
Sonderteilfertigung für Tests, hier Klemmen aus verschiedenen Werkstoffen
Sonderteilfertigung für Tests, hier Klemmen aus verschiedenen Werkstoffen (Projekt: RimRes Sherpa)
Nachträgliche Änderungen bei Prototypen
Nachträgliche Änderungen bei Prototypen (Projekt: RimRes Module)
Spezialteil aus vollem Material (POM), hier Adapter zur Anbindung zwischen Sherpa und Crex
Spezialteil aus vollem Material (POM), hier Adapter zur Anbindung zwischen Sherpa und Crex (Projekt: RimRes)
Bearbeitung / Anfertigung / Änderung von Zahnrädern (Rohlingen) speziell für eine Konstruktion
Bearbeitung / Anfertigung / Änderung von Zahnrädern (Rohlingen) speziell für eine Konstruktion (Projekt: RIMRES Sherpa)
Aufbau einer Messeinheit mit durch Controller steuerbarer Zonenkühlung
Aufbau einer Messeinheit mit durch Controller steuerbarer Zonenkühlung (Projekt: SeeGrip)
Wartung und Reparatur unserer Robotersysteme
Wartung und Reparatur unserer Robotersysteme (Projekt: SpaceClimber)
Biegung, Ausrichtung, Fixierung und Anpassung von Verkleidungsteilen sowie Schleif- und Lackierarbeiten
Biegung, Ausrichtung, Fixierung und Anpassung von Verkleidungsteilen sowie Schleif- und Lackierarbeiten (Projekt: EO smart connecting car)
Brüche, Kratzer, Dellen optisch wieder aufbereitet, gespachtel, geschliffen und neu lackiert
Brüche, Kratzer, Dellen optisch wieder aufbereitet, gespachtel, geschliffen und neu lackiert (Projekt: SpaceClimber)
von hauseigener RP-Maschine gedruckte Teile, anschliessend vorbereitet und lackiert
von hauseigener RP-Maschine gedruckte Teile, anschliessend vorbereitet und lackiert
 

Rapid Prototyping Drucker

Ansprechpartner: Felix Bernhard

Beim so genannten Rapid Prototyping handelt es sich um ein generatives Fertigungsverfahren zum schnellen Herstellen von Musterbauteilen aus Konstruktionsdaten. Der im Projekt "Intelligente Strukturen für mobile Robotersysteme (iStruct)" genutzte Drucker arbeitet nach dem 3D-Printing Verfahren und wird für verschiedene Zwecke eingesetzt. Der Drucker arbeitet mit einer Kunststoffsuspension, die mit einem beheizten Druckkopf Lage für Lage aufgetragen und mit UV-Licht ausgehärtet wird.

Es werden beispielsweise mechanische Demonstratoren gefertigt, zu denen Wirbelsäulen-, Bein- oder Fußmechaniken gehören. Dank seines präzisen Druckbilds kann der Drucker ebenfalls im Bereich der Sensorintegration genutzt werden. Moderne Sensorelemente sind meist sehr klein und müssen präzise in die dazugehörigen Strukturen integriert werden. Für diesen Zweck wird die konventionelle Herstellung von Bauteilen mit dem Rapid Prototyping Verfahren kombiniert. So können komplexe Strukturen erstellt werden, die ansonsten nur unter hohem Aufwand zu fertigen wären. Verschiedene Lösungsansätze können so zeitnah realisiert, miteinander verglichen, bewertet und optimiert werden.

Rapid Prototyping Drucker
Rapid Prototyping Drucker
mechanische-Wirbeläulenstudie mit Teilen aus dem Drucker
mechanische-Wirbeläulenstudie mit Teilen aus dem Drucker
Zehengelenkmodelle mit Teilen aus dem Drucker
Zehengelenkmodelle mit Teilen aus dem Drucker

Vakuumgießanlage

Ansprechpartner: Felix Bernhard

Die Vakuumgießanlage wird für das Projekt Intelligent Mobility (iMoby) verwendet. In ihr werden Polyurethan-Harzkomponenten unter Vakuum vorbereitet, gemischt und in die vorgesehene Form gepresst. Die Gussformen werden je nach Anforderung aus Silikon oder aus Wachsblöcken gefertigt. Durch die Verwendung des so genannten Shape-Deposition-Manufacturing Verfahrens können funktionelle Strukturen aus verschiedenen Materialhärten miteinander kombiniert werden. So kann die Struktur mit gezielten lokalen Eigenschaften ausgestattet um sich z.B. adaptiv anzupassen. Aktoren und Sensoren können ebenfalls in die Polyurethan-Struktur integriert werden.

Gefräste Form
Gefräste Form
Die Vakuumgießanlage
Die Vakuumgießanlage
Fertige Form
Fertige Form
© DFKI GmbH
zuletzt geändert am 29.09.2017
nach oben