MerdROV

Evaluation von Navigationskonzepten von UUVs in Fischfarmen

Die norwegische ACE Forschungs-Fischfarm. (Foto: Jan Albiez / DFKI GmbH)
Die norwegische ACE Forschungs-Fischfarm. (Foto: Jan Albiez / DFKI GmbH)
Wissenschaftliche/r Leiter/in:
 
Projektleiter/in:
Dr.-Ing. Jan Albiez
 
Ansprechpartner/in:
Dr.-Ing. Jan Albiez

MerdROV ist ein vom Norwegischen Forschungsministerium finanziertes Projekt, durchgeführt von ARGUS Remotesystems (NO), Sintef (NO), NTNU (NO), Leroy Hydrotech (NO) und DFKI RIC (DE), das den Einsatz von ROV Technologien zur Inspektion und Reinigung der Netzkörbe von Fischfarmen zum Ziel hat. Die Aufgabe des DFKI RIC in MerdROV ist die Evaluation von Verfahren zur Lokalisierung von ROVs an den Netzkörben der Fischfarmen. Mehrere Verfahren, sowohl optisch als auch akustisch, werden in MerdROV anhand von Experimenten in den Testbecken des DFKI RIC und durch reale Daten von ROV Einsätzen in Norwegen analysiert. Die primären Trägersysteme in Bremen sind das AUV DAGON und das 3D Portal des Unterwasser-Testbeds.

Laufzeit: 01.01.2012 bis 31.12.2013
Zuwendungsempfänger: DFKI GmbH
Fördergeber: Norwegisches Forschungsministerium
Partner: Sintef Norwegen, Argus Remote Systems AS Norwegen
Team: Team VIII - Wissensbasierte Langzeitautonomie
Anwendungsfelder: Unterwasserrobotik
Verwandte Projekte: CUSLAM
Lokalisierung und Kartenerstellung in beengten Unterwasserumgebungen (09.2009- 07.2012)
CSurvey
Eine semi-autonome Inspektionseinheit für Unterwasserbauten und Schiffsrümpfe - Teilprojekt des Verbundprojekts CView (05.2009- 04.2012)
Verwandte Robotersysteme: DAGON

Projektdetails

Durch Laser-Triangulation erhaltenes, erstes 3D-Bild des Testnetzes. (Quelle: DFKI GmbH)
Das AUV DAGON in einem Lachskäfig. (Foto: Jan Albiez / DFKI GmbH)
DAGON nähert sich einem Fischkäfig von außen. (Foto: Jan Albiez / DFKI GmbH)

Die Wartung und Reinigung der Netzkörbe von Fischfarmen ist ein sehr aufwendiges Unternehmen. In den Sommermonaten ist eine Befreiung der Netze von Algen und Bewuchs mindestens alle 2 Wochen notwendig. Bei Schäden am Netzt droht die Flucht der Zuchtfische und damit der Verlust der Fische und das kritische Einführen von Zuchtfisch in das natürliche Ökosystem. In Norwegen ist der ökologische und ökonomische Betrieb von Fischfarmen ein intensiver Forschungsgegenstand. Es existiert vor allem auf technischer Seite ein sehr starkes Interesse an Forschungskooperationen innerhalb der EU.

MerdROV ist ein vom Norwegischen Forschungsministerium finanziertes Projekt, durchgeführt von den norwegischen Partnern ARGUS Remotesystems, Sintef, NTNU, Leroy Hydrotech und dem deutschen Partner DFKI RIC. MerdROV hat den Einsatz von ROV Technologien zur Inspektion und Reinigung der Netzkörbe von Fischfarmen zum Ziel.

Die Aufgabe des DFKI RIC in MerdROV ist die Evaluation von Verfahren zur Lokalisierung von ROVs am Netz der Körbe. Interessant hierbei ist wie klassische, Sonar basierte Lokalisierungsverfahren und neue optische Verfahren auf die besonderen Anforderungen der Umgebung in den Farmen reagieren. Durch die offene Struktur der Netze, den Einbauten in den Netzen (z.B. Futterstationen) und die Fische selbst, entstehen potentielle Störquellen, die einen negativen Einfluss auf die Navigationssystem haben können.

Im Rahmen von MerdROV sollen zunächst mehrere Testreihen an einem Netzstück unter kontrollierten Bedingungen in den Testbecken des DFKI RICs und am Stadtwaldsee in Bremen durchgeführt werden. Diese Daten werden mit dem AUV DAGON und den Testeinrichtungen im Unterwassertestbed erhoben. Anhand der Ergebnisse einer ersten Evaluation werden dann weitere Experimente, diesmal direkt auf ROVs in den Fischfarmen durchgeführt. Alle Daten werden am Ende des Projektes evaluiert und den Partnern eine Bewertung der Ansätze übergeben.

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zuletzt geändert am 16.10.2018
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