NeTTun

Neue Technologien für Tunnel- und Tiefbauarbeiten

Beispiel TBM (mit freundlicher Genehmigung von Razel SAS.)<br /> <a href="www.nettun.org/">offizielle Webseite nettun.org</a>
Beispiel TBM (mit freundlicher Genehmigung von Razel SAS.)
offizielle Webseite nettun.org

Ziel des NeTTUN Projekts ist ein grundlegender Wandel in der Konstruktion, des Managements und der Wartung von Tunnelbauwerken. Die wichtigsten wissenschaftlichen und technischen Heraus-forderungen des Projektes sind: (i) ein Multi-Sensor-System zur Bodenanalyse für TBM (Tunnel-bohrmaschinen), um eine Vorhersage während des Bohrens zu bekommen; (ii) ein Robotersystem zur automatischen Wartung, Inspektion und zum Aus-tausch von Schneidwerkzeugen; (iii) Neugestaltung der Schneidwerkzeuge mit erhöhter Lebensdauer; (iv) ein System zur Darstellung grundsätzlicher Risiken bei Tunnelprojekten, zum Quantifizieren und zur Behandlung von Unsicherheiten; (v) System zur Darstellung und Kontrolle von Auswirkungen durch den Tunnelbau auf das Umfeld (vi) Entscheidungshilfe zur Instandhaltung der Tunnel.

Laufzeit: 01.09.2012 bis 28.02.2017
Zuwendungsempfänger: DFKI GmbH
Fördergeber: Europäische Union
Förderkennzeichen: Europäische Kommission; Finanzvereinbarung Nr. 280712 im Rahmen der Aufforderung FP7-NMP;
Partner: Ecole Centrale De Lyon (COORDINATOR), NFMTechnologies , BG Ingénieurs Conseils, Delft University of Technology, National Technical University of Athens, Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne, Ingegneria dei SistemiS.p.A., Inexia, Ecole Nationale des Travaux Publics de l’Etat, ME2i, METRO C scpa, OHL Group, RAZEL, University of Leeds, Société Nationale des Chemins de Fer Français, Tallinn University of Technology, UniversityRomaTorVergata, Université de Limoges, Cistème, MI Partners.
Team: Team IV - Roboterregelung
Anwendungsfelder: Logistik, Produktion und Consumer

Projektdetails

Roboter Wartungssystem (Konzept) (Quelle: NFM company)
Roboter greift Schneidwerkzeug (Quelle: NFM company)

Das Projekt NeTTun wird die Tunnelbauindustrie in vielerlei Hinsicht verändern: So werden unternehmerische Perspektiven erweitert, die Produktivität gesteigert, Tiefbauarbeiten ohne Auswirkung auf die Umgebung ermöglicht, Antworten auf gesellschaftliche Bedürfnisse durch Verbesserung der Sicherheit gegeben, und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie gestärkt. Das Konsortium wird die Projekterkenntnisse auf drei Standorten demonstrieren: Auf dem Gelände einer Romer U-Bahnlinie, welche zum Teil unter den ältesten Monumenten der Stadt verläuft, unter dem Guadalquivir sowie in einem Tunnel bei Fréjus.

In Kooperation mit dem Hersteller der TBM, der Firma NFM Technolgies, entwickelt das RIC DFKI einen Roboterarm zur Inspektion, Reinigung und Wartung der Schneidewerkzeuge der TBM. Das robotische Wartungssystem wird Standardoperationen automatisiert durchführen und in außergewöhnlichen Situationen ferngesteuert werden. Damit ermöglicht es eine Wartung der TBM, ohne menschliches Personal in der Druckkammer der TBM einzusetzen. In einer typischen Aufgabensequenz wird zunächst der Bohrkopf der TBM in den Arbeitsbereich des Serviceroboters gedreht. Dann werden die Schneidwerkzeuge vom System gereinigt und ferngesteuert durch das Personal inspiziert. Im Falle, das ein verbrauchtes, bzw. defektes Schneidwerkzeug identifiziert wurde, wird dieses vom Wartungsroboter ausgetauscht.

Im Tele-Modus wird der Roboter bei der Reinigung, Inspektion und Manipulation der Schneidwerkzeuge aus dem Kontrollraum durch einen Experten gesteuert. Die Befehle werden auf die besondere Kinematik des Roboters angepasst. Wegverstellung und Kräfte stehen in Abhängigkeit zur Handbewegung des Bedieners. Der Bediener erhält über eine haptische Schnittstelle eine Rückmeldung über die Kräfte zwischen Greifer und Objekt.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte auch die offizielle Webseite des Projektes: www.nettun.org

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zuletzt geändert am 05.09.2017
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